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Materialprobe aus schwarzem Bodenkleber für eine PAK-Analyse
Materialprobe · Laboranalyse · Bewertung vor Rückbau und Entsorgung

PAK-Probenahme und PAK-Analyse: schwarzer Kleber, Teerkleber und bituminöse Baustoffe

Schwarzer Bodenbelagskleber, Dachpappe, teerhaltige Abdichtungen oder Straßenaufbruch: Wir entnehmen Materialproben vor Ort, dokumentieren die Probenahme und lassen sie in einem geeigneten bzw. akkreditierten Partnerlabor auf PAK untersuchen – als Grundlage für Rückbau und Entsorgung.

Überblick

Worum es geht

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe – kurz PAK – stecken in vielen teerhaltigen Baustoffen, die über Jahrzehnte verbaut wurden: im schwarzen Kleber unter alten Bodenbelägen, in Dachpappen und teerhaltigen Abdichtungen, in Teerkork und in Straßenaufbruch. Ob ein Material tatsächlich belastet ist, lässt sich mit bloßem Auge nicht erkennen. Schwarz bedeutet nicht automatisch PAK-belastet – erst die Analyse einer Materialprobe schafft Klarheit.

Schrotthandel & Containerdienst Richter aus Northeim übernimmt die Probenahme vor Ort mit nachvollziehbarer Dokumentation. Die Laboranalyse erfolgt durch ein geeignetes bzw. akkreditiertes Partnerlabor. Auf Grundlage des Befunds besprechen wir mit Ihnen, was er für Ihr Vorhaben bedeutet: Welche Einstufung ergibt sich, welcher Entsorgungsweg ist zulässig, welche Schutzmaßnahmen sind beim Ausbau sinnvoll?

Diese Seite richtet sich an Privatpersonen, Gewerbe und Baubeteiligte, die vor Rückbau, Sanierung oder Entsorgung wissen wollen, ob ihr Material PAK enthält. Unser Einsatzgebiet umfasst rund 120 bis 150 Kilometer um Northeim – Südniedersachsen, Nordhessen, Ostwestfalen, Nordthüringen sowie Harz und das südliche Sachsen-Anhalt. Die Anfahrt erfolgt stets aus dem Raum Northeim.

Behördlich zugelassen nach § 54 KrWG, Sachkunde nach TRGS 519. Die Laboranalyse erfolgt durch ein geeignetes bzw. akkreditiertes Partnerlabor. Erste Einschätzung unverbindlich per WhatsApp-Foto.

Grundlagen

Was PAK sind und in welchen Baustoffen sie vorkommen

PAK entstehen bei der unvollständigen Verbrennung organischer Stoffe und sind in hoher Konzentration vor allem in Produkten auf Steinkohlenteerbasis enthalten. In Gebäuden und im Straßenbau wurden solche Produkte über viele Jahrzehnte eingesetzt, weil sie kleben, abdichten und dauerhaft haltbar sind. Typische Verdachtsmaterialien sind schwarzer Bodenbelagskleber (oft als Teerkleber bezeichnet), Dachpappen, teerhaltige Abdichtungen und Anstriche, Teerkork als Dämmstoff sowie Asphalt und Straßenaufbruch.

Das Problem für Eigentümer und Bauverantwortliche: Diese Materialien sehen belastet und unbelastet praktisch gleich aus. Ein schwarzer, spröder Kleber unter alten Parkettstäben kann auf Steinkohlenteer basieren und hohe PAK-Gehalte aufweisen – oder ein bituminöser Kleber mit deutlich geringerer Belastung sein. Auch bei Dachbahnen und Abdichtungen liegen oft mehrere Generationen von Material übereinander.

Solange das Material unbeschädigt verbaut bleibt, geht von vielen dieser Baustoffe im Alltag keine akute Gefahr aus. Relevant wird die Frage der Belastung, sobald gearbeitet wird: beim Entfernen von Bodenbelägen, beim Rückbau von Dächern, bei Abbruch und Entkernung oder bei der Entsorgung von Straßenaufbruch. Dann entscheidet die Einstufung über Schutzmaßnahmen, zulässige Arbeitsweisen und den Entsorgungsweg – und diese Einstufung setzt eine Analyse voraus.

Älterer Dachaufbau mit mehreren Lagen Dachpappe und Bitumen
Ältere Dachpappen können teerhaltig sein – eine Analyse schafft Klarheit
Bodenbeläge

Schwarzer Kleber und Teerkleber unter alten Bodenbelägen

Der häufigste PAK-Verdachtsfall in Wohn- und Gewerbegebäuden ist der schwarze Kleber unter älteren Bodenbelägen: unter Parkett, Holzpflaster, Linoleum, PVC oder Floor-Flex-Platten. Wer einen alten Belag aufnimmt und auf eine schwarze, teerartig glänzende oder spröde Kleberschicht stößt, sollte die Arbeiten unterbrechen und das Material abklären lassen, bevor geschliffen, gefräst oder großflächig entfernt wird.

Entscheidend ist die Abgrenzung zwischen Steinkohlenteer und Bitumen: Beide wurden als Kleber verwendet, beide sind schwarz – aber Teerkleber enthält typischerweise erheblich höhere PAK-Gehalte als bituminöser Kleber. Diese Unterscheidung ist mit Sichtprüfung nicht zuverlässig möglich. Erst die Laboranalyse einer Materialprobe liefert belastbare Werte und damit die Grundlage für die Bewertung.

Wir entnehmen die Probe gezielt aus der Kleberschicht, dokumentieren die Entnahmestelle und geben die Probe an unser Partnerlabor weiter. Liegen mehrere Schichten übereinander – etwa Belag, Kleber, Spachtelmasse und Estrich –, werden die Schichten getrennt betrachtet, damit der Befund eindeutig zuzuordnen ist.

Dach und Abdichtung

Dachpappe, teerhaltige Abdichtungen und Teerkork

Auf Dächern, an Kellerwänden und in Anschlussbereichen finden sich weitere klassische PAK-Verdachtsmaterialien: Dachpappen, Schweiß- und Abdichtungsbahnen, teerhaltige Anstriche und Vergussmassen sowie Teerkork als alter Dämmstoff. Gerade bei älteren Gebäuden wurden Dachbahnen auf Steinkohlenteerbasis verlegt und später mit Bitumenbahnen überarbeitet – auf einem Flachdach können so belastete und unbelastete Lagen direkt übereinanderliegen.

Für die Entsorgung macht das einen erheblichen Unterschied: Teerhaltige Dachpappe wird anders eingestuft und entsorgt als reine Bitumenbahn. Wer vor einer Dachsanierung oder einem Abbruch die Zusammensetzung kennt, kann Mengen, Container und Entsorgungswege realistisch planen und vermeidet Überraschungen bei der Annahme des Materials.

Die Probenahme erfolgt hier meist als gezielte Materialprobe aus den einzelnen Lagen des Aufbaus. Wir dokumentieren, aus welcher Schicht und welchem Dachbereich die Probe stammt, und stimmen den Untersuchungsumfang mit Ihnen ab – von der einfachen Verdachtsabklärung bis zur Deklarationsanalyse für die geplante Entsorgung.

Versiegelte Materialprobe eines bituminösen Klebers für die Laboranalyse
Symbolbild einer versiegelten PAK-Materialprobe
Straßen- und Tiefbau

Asphalt und Straßenaufbruch: Deklaration vor der Entsorgung

Auch im Straßen- und Tiefbau ist die PAK-Frage zentral: Älterer Asphalt und Straßenaufbruch können teer- bzw. pechhaltige Bindemittel enthalten, während neuerer Asphalt auf Bitumen basiert. Vor Ausbau, Verwertung oder Entsorgung muss geklärt werden, welche Qualität vorliegt – die Einstufung entscheidet über den zulässigen Verwertungs- oder Entsorgungsweg und damit auch über die Kosten des Vorhabens.

Für die repräsentative Beprobung fester und stichfester Abfälle – etwa Straßenaufbruch, Bauschutt, Beton, Ziegel oder Bodenaushub – orientiert sich das Vorgehen an der LAGA PN 98. Umfang, Anzahl und Verteilung der Einzelproben hängen unter anderem von Materialart, Haufwerksgröße, Homogenität und Untersuchungsziel ab. Auf dieser Grundlage entstehen Mischproben bzw. Laborproben, begleitet von Probenahmeplan und Probenahmeprotokoll.

Davon fachlich zu trennen ist die Ersatzbaustoffverordnung (EBV), die seit dem 01.08.2023 als Teil der Mantelverordnung gilt. Sie regelt unter anderem Herstellung und Einbau mineralischer Ersatzbaustoffe wie Recycling-Baustoffe, Bodenmaterial und Baggergut mit Materialklassen (z. B. BM-0 bis BM-F, RC-1 bis RC-3). Probenahmen und Untersuchungen im EBV-Kontext koordinieren wir in Abstimmung mit geeigneten Untersuchungsstellen und Partnerlaboren, damit die Ergebnisse den formalen Anforderungen genügen.

Kombinierter Verdacht

PAK und Asbest im selben Bodenaufbau

In der Praxis treten PAK- und Asbestverdacht häufig gemeinsam auf – vor allem im Fußbodenaufbau älterer Gebäude. Das klassische Beispiel: Floor-Flex-Platten auf schwarzem Kleber. Die Platten selbst können Asbest enthalten, der darunterliegende schwarze Kleber kann teerhaltig und damit PAK-belastet sein. Auch Cushion-Vinyl-Beläge und ältere Spachtelmassen oder Fliesenkleber kommen als asbesthaltige Schichten in Betracht.

Für Sie bedeutet das: Wer nur auf PAK untersucht, übersieht möglicherweise den Asbest – und umgekehrt. Deshalb beproben wir bei entsprechendem Verdacht die einzelnen Schichten des Aufbaus getrennt und stimmen mit dem Partnerlabor einen kombinierten Untersuchungsumfang ab. Die Asbestanalyse erfolgt dort üblicherweise per Polarisationsmikroskopie bzw. REM/EDX, die PAK-Analyse an derselben oder einer parallel entnommenen Materialprobe.

Wichtig für Privatpersonen: Verdachtsmaterial nicht ungeschützt bearbeiten – nicht bohren, schleifen oder brechen. Bestätigt der Befund eine Asbestbelastung, kann die Sanierung nach TRGS 519 als eigene Leistung unseres Betriebs folgen; asbesthaltiger Abfall wird unter AVV 17 06 05* entsorgt. So bleibt der gesamte Weg von der Abklärung bis zur Entsorgung in einer Hand.

Alte Floor-Flex-Platten mit schwarzem bituminösem Kleber
Floor-Flex-Beläge und schwarzer Kleber können u. a. auf Asbest und PAK untersucht werden
Vorgehen

Probenahme mit Dokumentation: sauber, staubarm, nachvollziehbar

Eine Analyse ist nur so gut wie die Probe, auf der sie beruht. Deshalb legen wir Wert auf eine saubere, dokumentierte Probenahme: Vor Ort klären wir, welche Materialien und Schichten beprobt werden, entnehmen die Proben staubarm und mit geeigneter Schutzausrüstung und halten Entnahmestellen, Materialbeschreibung und Umstände in der Dokumentation fest. Bei Haufwerken und mineralischen Abfällen arbeiten wir nach einem zuvor abgestimmten Probenahmeplan mit Probenahmeprotokoll.

Je nach Untersuchungsziel kommen unterschiedliche Probenarten zum Einsatz: gezielte Einzelproben aus einem verdächtigen Material, Mischproben aus mehreren Einzelproben eines Haufwerks oder Sammelproben, aus denen im Labor die Laborprobe hervorgeht. Welcher Ansatz sinnvoll ist, hängt von Material, Menge, Homogenität und Fragestellung ab – das stimmen wir vor der Anfahrt mit Ihnen ab.

Unser Betrieb verfügt über Sachkunde nach TRGS 519 und ist nach § 54 KrWG behördlich zugelassen als Sammler, Beförderer und Händler gefährlicher Abfälle. Die Analyse selbst führen wir nicht durch: Sie erfolgt immer in einem geeigneten bzw. akkreditierten Partnerlabor, an das wir die Proben dokumentiert weitergeben.

Einordnung

Was der Laborbefund leistet – und was nicht

Der Laborbefund beantwortet eine klar umrissene Frage: Enthält die untersuchte Probe PAK, und in welcher Konzentration? Auf dieser Grundlage lässt sich das beprobte Material einstufen und der Entsorgungs- oder Verwertungsweg bestimmen. Genau dafür ist die Materialanalyse vor Rückbau und Entsorgung das richtige Werkzeug.

Ebenso wichtig ist die Abgrenzung: Ein Laborbefund gilt nur für die untersuchte Probe. Er ist keine Aussage über das gesamte Gebäude, ersetzt kein Schadstoffkataster und kein Gebäudegutachten und ist auch keine Raumluft- oder Freigabemessung. Raumluft- und Freigabemessungen, etwa in Anlehnung an VDI 3492, sind Sache unabhängiger akkreditierter Messstellen.

Da unser Betrieb auch selbst saniert und entsorgt, sagen wir das offen: Soweit unabhängige Messungen, Gutachten oder Freigaben erforderlich sind, können geeignete externe Fachstellen eingebunden werden. Für die Kernfrage dieser Seite – ist das Material belastet und wie kann es untersucht werden? – liefert die dokumentierte Probenahme mit Laboranalyse im Partnerlabor die belastbare Antwort.

Aus einer Hand

Nach dem Befund: Rückbau, Container, Transport und Entsorgung

Der Laborbefund ist kein Selbstzweck, sondern die Grundlage für die nächsten Schritte. Liegt das Ergebnis vor, besprechen wir mit Ihnen, was es konkret bedeutet: Kann das Material wie geplant ausgebaut und entsorgt werden, sind besondere Schutzmaßnahmen nötig, welcher Entsorgungsweg ist zulässig? Diese Bewertung nehmen wir gemeinsam mit Ihnen vor, bevor Kosten für Rückbau oder Container entstehen.

Bei Bedarf übernehmen wir anschließend die Umsetzung als echte Eigenleistung: Asbest- und Schadstoffsanierung nach TRGS 519/521, Rückbau, Abbruch und Entkernung, Containerstellung in passender Größe, fachgerechte Verpackung, Transport und Entsorgung. Sie müssen nicht mehrere Gewerke koordinieren – Probenahme, Befund und Ausführung kommen aus einer Hand, mit klaren Zuständigkeiten und dokumentierten Entsorgungswegen.

Das gilt für die einzelne Wohnung mit teerverklebtem Parkett ebenso wie für das Gewerbeobjekt mit Flachdach voller alter Dachbahnen oder die Baumaßnahme mit mehreren hundert Tonnen Straßenaufbruch. Umfang und Vorgehen passen wir an Ihr Vorhaben an.

Region

Einsatzgebiet: Northeim, Südniedersachsen und angrenzende Regionen

Schrotthandel & Containerdienst Richter sitzt in der Unteren Dorfstraße 49 in 37154 Northeim. Von hier aus fahren wir Einsätze in einem Umkreis von rund 120 bis 150 Kilometern: Südniedersachsen, Nordhessen, Ostwestfalen, Nordthüringen sowie Harz und das südliche Sachsen-Anhalt. Die Anfahrt erfolgt immer aus dem Raum Northeim – je nach Auslastung ist eine kurzfristige Abstimmung möglich.

Für eine erste Einschätzung genügen oft wenige Fotos: Senden Sie uns Bilder des verdächtigen Materials per WhatsApp, rufen Sie an unter 05551 705 93 07 oder schreiben Sie an info@schrotthandel-richter.de. Wir melden uns, klären das Untersuchungsziel und stimmen die Probenahme mit Ihnen ab. Über 67 Google-Bewertungen mit 4,8 Sternen zeigen, dass unsere Kunden diese unkomplizierte und verlässliche Arbeitsweise schätzen.

Transparent in fünf Schritten

Ablauf

1

Anfrage mit Standort, Fotos und Materialangaben

Sie schildern uns Ihr Anliegen per Telefon, E-Mail oder WhatsApp – gern mit Fotos des verdächtigen Materials, Angaben zum Gebäude oder Haufwerk und zum geplanten Vorhaben. Über die Foto-Ersteinschätzung per WhatsApp können wir viele Fragen bereits vorab klären.

2

Abstimmung von Material, Menge und Untersuchungsziel

Gemeinsam legen wir fest, welche Materialien beprobt werden sollen und was der Befund leisten muss: Verdachtsabklärung vor dem Rückbau, Deklarationsanalyse für die Entsorgung oder Untersuchung im Kontext von LAGA PN 98 und Ersatzbaustoffverordnung.

3

Probenahme und Dokumentation vor Ort

Wir entnehmen die Materialproben vor Ort – staubarm und mit geeigneter Schutzausrüstung – und dokumentieren Entnahmestellen, Material und Umstände nachvollziehbar. Bei Haufwerken orientiert sich das Vorgehen an einem abgestimmten Probenahmeplan.

4

Weitergabe an ein geeignetes Partnerlabor

Die Proben gehen an ein geeignetes bzw. akkreditiertes Partnerlabor. Dort erfolgt die PAK-Analyse – bei kombiniertem Verdacht auf Wunsch zusätzlich die Asbestuntersuchung derselben Schichten des Bodenaufbaus.

5

Laborbefund und Abstimmung des weiteren Vorgehens

Sie erhalten den Laborbefund, und wir besprechen mit Ihnen, was er für Ihr Vorhaben bedeutet: Entsorgungsweg, Schutzmaßnahmen und – falls gewünscht – Rückbau, Containerstellung, Transport und Entsorgung aus einer Hand.

Häufige Fragen

Fragen & Antworten

Ist jeder schwarze Kleber unter dem Bodenbelag PAK-belastet?

Nein. Schwarz bedeutet nicht automatisch PAK-belastet: Unter älteren Bodenbelägen finden sich sowohl teerhaltige Kleber auf Steinkohlenteerbasis als auch bituminöse Kleber, die deutlich geringer belastet sein können. Mit bloßem Auge lässt sich das nicht sicher unterscheiden. Erst die Laboranalyse einer Materialprobe zeigt, ob und in welcher Höhe PAK enthalten sind – und damit, welcher Entsorgungsweg infrage kommt.

Wie unterscheidet man Steinkohlenteer und Bitumen?

Steinkohlenteer und Bitumen sehen sich äußerlich sehr ähnlich, unterscheiden sich aber erheblich im PAK-Gehalt: Teerprodukte enthalten typischerweise deutlich mehr polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Eine verlässliche Abgrenzung ist nur über die Laboranalyse möglich. Genau deshalb ist die Materialprobe bei schwarzem Kleber, Dachbahnen, Abdichtungen und Straßenaufbruch der entscheidende Schritt vor Rückbau und Entsorgung.

Kann ich selbst eine Probe entnehmen und einschicken?

Davon raten wir bei Verdachtsmaterialien ab. Zum einen muss eine Probe repräsentativ und sauber dokumentiert sein, damit der Befund belastbar ist. Zum anderen können im selben Bodenaufbau zusätzlich asbesthaltige Schichten stecken, etwa Floor-Flex-Platten oder asbesthaltiger Fliesenkleber. Verdachtsmaterial sollte nicht ungeschützt bearbeitet werden – also nicht bohren, schleifen oder brechen. Wir entnehmen die Proben fachkundig, staubarm und mit Dokumentation.

Was kostet eine PAK-Probenahme mit Analyse?

Die Kosten hängen von mehreren Faktoren ab: Anzahl der Proben und Entnahmestellen, Art und Zugänglichkeit des Materials, Untersuchungsumfang im Labor (z. B. nur PAK oder kombiniert mit Asbest) sowie Anfahrt und Dokumentationsaufwand. Nach Ihrer Anfrage mit Fotos und Materialangaben erhalten Sie von uns ein individuelles Angebot.

Gilt der Laborbefund für das ganze Gebäude?

Nein. Ein Laborbefund gilt ausschließlich für die untersuchte Probe. Er sagt aus, ob das beprobte Material an der Entnahmestelle belastet ist, ersetzt aber kein Schadstoffkataster und kein Gebäudegutachten. In anderen Räumen oder Schichten können abweichende Materialien verbaut sein. Für größere Vorhaben stimmen wir mit Ihnen ab, welche Bereiche sinnvoll beprobt werden – soweit unabhängige Messungen, Gutachten oder Freigaben erforderlich sind, können geeignete externe Fachstellen eingebunden werden.

Was passiert, wenn der Befund eine PAK-Belastung bestätigt?

Der Befund bildet die Grundlage für die Einstufung des Abfalls und damit für den zulässigen Entsorgungsweg. Wir besprechen mit Ihnen das weitere Vorgehen: geeignete Schutz- und Arbeitsweisen beim Ausbau, Verpackung, Containerstellung, Transport und Entsorgung. Als nach § 54 KrWG behördlich zugelassener Sammler, Beförderer und Händler gefährlicher Abfälle können wir diese Schritte bei Bedarf direkt übernehmen.

Was ist, wenn im Bodenaufbau auch Asbest steckt?

Das kommt in der Praxis häufig vor: Floor-Flex-Platten können Asbest enthalten und liegen oft auf schwarzem, möglicherweise teerhaltigem Kleber – zwei Schadstoffe in einem Aufbau. Wir beproben in solchen Fällen die einzelnen Schichten getrennt, das Partnerlabor untersucht auf PAK und Asbest (üblich per Polarisationsmikroskopie bzw. REM/EDX). Bei bestätigtem Asbestbefund kann die Sanierung nach TRGS 519 als eigene Leistung folgen; asbesthaltiger Abfall wird unter AVV 17 06 05* entsorgt.

Ist alte Dachpappe immer teerhaltig?

Nein, aber gerade ältere Dachpappen und Abdichtungsbahnen wurden früher häufig mit Steinkohlenteer hergestellt, während neuere Bahnen in der Regel auf Bitumen basieren. Da das Alter allein keine sichere Aussage erlaubt und Schichten unterschiedlicher Generationen übereinanderliegen können, schafft die Materialprobe mit Laboranalyse Klarheit – und entscheidet über den Entsorgungsweg der Dachpappe.

Wann sind LAGA PN 98 und die Ersatzbaustoffverordnung relevant?

Die LAGA PN 98 beschreibt insbesondere die repräsentative Probenahme fester und stichfester Abfälle wie Bodenaushub, Bauschutt, Beton, Ziegel oder Straßenaufbruch – etwa für Deklarationsanalysen vor der Entsorgung. Die seit dem 01.08.2023 geltende Ersatzbaustoffverordnung regelt davon getrennt Herstellung und Einbau mineralischer Ersatzbaustoffe mit Materialklassen wie BM-0 bis BM-F oder RC-1 bis RC-3. Probenahmen und Untersuchungen im EBV-Kontext koordinieren wir in Abstimmung mit geeigneten Untersuchungsstellen und Partnerlaboren.

Führen Sie die Analyse selbst durch?

Nein. Wir sind kein akkreditiertes Labor und behaupten das auch nicht. Unsere Leistung ist die fachkundige Probenahme vor Ort mit Dokumentation sowie die Organisation des Versands. Die Analyse erfolgt immer durch ein geeignetes bzw. akkreditiertes Partnerlabor. Den Befund besprechen wir anschließend mit Ihnen und stimmen das weitere Vorgehen ab.

Einsatzgebiet

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Verdacht auf PAK? Klären Sie es mit einer Materialprobe.

Ob schwarzer Kleber unter dem Bodenbelag, alte Dachpappe oder Straßenaufbruch: Eine dokumentierte Probenahme mit Analyse im Partnerlabor schafft die Grundlage für sichere Entscheidungen. Rufen Sie uns an unter 05551 705 93 07, schreiben Sie an info@schrotthandel-richter.de oder senden Sie Fotos per WhatsApp für eine erste Einschätzung – Anfahrt aus dem Raum Northeim, je nach Auslastung ist eine kurzfristige Abstimmung möglich.

Hilfreich für ein Angebot: Standort, Fotos, Materialart, Baujahr, geschätzte Menge bzw. Haufwerksgröße und der geplante Zeitraum.

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