
Schadstoffsanierung Friedland: Asbest und KMF fachgerecht ausbauen
Wir sanieren Asbest nach TRGS 519 und alte Mineralwolle (KMF) nach TRGS 521 in Friedland und Umgebung. Behördlich zugelassen nach § 54 KrWG, mit Sachkunde. Senden Sie uns ein WhatsApp-Foto für eine erste Ersteinschätzung – Leistungsradius rund um Northeim.
Behördlich zugelassen nach § 54 KrWG (Sammler/Beförderer/Händler gefährlicher Abfälle), Sachkunde nach TRGS 519 – Standort Northeim. Kein Entsorgungsfachbetrieb im Sinne §§ 56/57 KrWG.
Schadstoffsanierung in Friedland
Wer in Friedland ein älteres Gebäude saniert, umbaut oder abreißt, stößt häufig auf faserhaltige Baustoffe. Asbest und alte Mineralwolle (KMF) sind zwei unterschiedliche Faserarten, die beide gesundheitsgefährdend sein können und deshalb fachgerecht und vorschriftsgetreu entfernt werden müssen. Als Schrotthandel und Containerdienst Richter aus Northeim begleiten wir Sie dabei von der Ersteinschätzung bis zur Entsorgung.
Wir arbeiten nach den einschlägigen Technischen Regeln für Gefahrstoffe: TRGS 519 für Asbest und TRGS 521 für künstliche Mineralfasern. Seit dem 05.12.2024 gilt zudem die novellierte Gefahrstoffverordnung mit einem risikobezogenen Maßnahmenkonzept. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf dem staubarmen Ausbau alter Mineralwolle – einem Bereich, der bei vielen Bauvorhaben unterschätzt wird.
Eine seriöse Aussage ist nur nach Materialanalyse möglich. Wir arbeiten nicht mit Ferndiagnosen, sondern klären den Bestand über eine Materialprobe mit Laboranalyse. Alle hier genannten Leistungen erbringen wir mit der erforderlichen Sachkunde und den vorgeschriebenen Meldungen an die Behörde.
Behördlich zugelassen nach § 54 KrWG, Sachkunde nach TRGS 519. Über 67 Google-Bewertungen mit 4,8 Sternen. Erste fachliche Einordnung unverbindlich per WhatsApp-Foto.
Friedland und Umgebung
Friedland liegt im südlichen Landkreis Göttingen, unmittelbar an der Grenze zu Hessen und Thüringen, und ist von unserem Standort in Northeim aus in kurzer Fahrzeit erreichbar. Damit liegt der Ort bequem innerhalb unseres Leistungsradius von rund 120 bis 150 Kilometern um Northeim, der unter anderem Göttingen, Kassel, Hannover, Hildesheim, Einbeck und Osterode abdeckt.
Der Gebäudebestand rund um Friedland ist geprägt von Wohnhäusern, landwirtschaftlichen Gebäuden und Nebengebäuden aus den Jahrzehnten des Wiederaufbaus und der Nachkriegszeit. Gerade in Bauten der Jahre etwa 1960 bis 1990 finden sich häufig Asbestzement-Wellplatten auf Dächern und Scheunen sowie alte Mineralwolle als Zwischensparren- oder Dachbodendämmung. Bei Modernisierungen im Altbau tauchen zudem regelmäßig Floor-Flex-Platten und asbesthaltige Putze und Spachtelmassen auf.
Weil Friedland im Landkreis Göttingen liegt, sind für die vorgeschriebene Sanierungsanzeige die zuständige Arbeitsschutzbehörde bzw. Gewerbeaufsicht sowie die regionalen Entsorgungswege maßgeblich. Wir organisieren die anfallenden gefährlichen Abfälle mit ordnungsgemäßem Entsorgungsnachweis über zugelassene Wege.
Asbestsanierung in Friedland
Asbest wird nach TRGS 519 saniert und in zwei Gruppen unterschieden. Fest gebundener Asbest steckt mit rund 10 bis 15 Prozent in einer Zementmatrix, etwa in Wellplatten und Eternit-Dächern, Fassaden- und Fensterbänken, Rohren oder Blumenkästen. Fasern werden hier vor allem bei mechanischer Bearbeitung frei. Schwach gebundene Produkte mit Faseranteilen bis 60 Prozent gelten als gefährlicher: Spritzasbest im Brandschutz (bis 1979), Leichtbauplatten wie Sokalit oder Promabest, Asbestpappe und -schnüre sowie ältere Nachtspeicheröfen.
Eine oft unterschätzte Quelle sind PSF – Putze, Spachtelmassen und Fliesenkleber in Gebäuden der Jahre etwa 1960 bis 1990 –, die seit rund 2015 als asbesthaltig bekannt sind und in der Expositions-Risiko-Matrix nach TRGS 519 Anlage 9 (Stand 28.02.2025) erfasst werden. Auch Floor-Flex- und Vinylplatten mit schwarzem Bitumen-Cutback-Kleber sowie Fensterkitt im Glasfalz gehören dazu. Asbesthaltiger Abfall wird als gefährlicher Abfall unter AVV 17 06 05* entsorgt.
Ob ein Baustoff tatsächlich Asbest enthält, lässt sich nicht mit dem bloßen Auge feststellen. Wir empfehlen grundsätzlich eine Materialanalyse statt einer Selbstdiagnose und legen den Umfang der Schutzmaßnahmen erst nach der Laborbestätigung fest.


KMF-Sanierung in Friedland
Der Schwerpunkt unserer Schadstoffsanierung liegt auf künstlichen Mineralfasern (KMF), geregelt in der TRGS 521. Glas- und Steinwolle mit einem Herstellungsdatum bis 1995/1996 gilt als „alte Mineralwolle" und ist krebsverdächtig, weil sie lungengängige WHO-Fasern freisetzen kann. Maßgeblich ist der Kanzerogenitätsindex: Ein KI unter 40 kennzeichnet krebsverdächtige Fasern, während neue, biolösliche Ware die Freizeichnungskriterien erfüllt. Als Faustregel gilt: vor 1996 kritisch, ab 2000 zugelassen.
Seit dem 01.06.2000 besteht ein Herstellungs- und Verwendungsverbot für nicht-freigezeichnete Mineralwolle; unbedenkliche Ware trägt das RAL-Gütezeichen. Typische Fundorte in Friedländer Wohn- und Nebengebäuden sind Dachboden- und Zwischensparrendämmungen sowie Dämmstoffe hinter Verkleidungen. Der Ausbau erfolgt staubarm: ganzflächig ohne Zerreißen des Materials, mit Befeuchtung, Absaugung durch einen H-Sauger und direkter Verpackung in Big-Bags oder Foliensäcken. Die persönliche Schutzausrüstung umfasst mindestens FFP2/FFP3.
Entsorgt wird KMF als gefährlicher Abfall unter AVV 17 06 03*. Auch RAL-gekennzeichnete Mineralwolle bauen wir staubarm aus und verpacken sie in Säcken, um Faserbelastungen im Gebäude und in der Umgebung zu vermeiden.
Sanierungsmethoden
Für den staubarmen KMF-Ausbau wird die alte Mineralwolle ganzflächig und ohne Zerreißen entnommen, befeuchtet, mit einem H-Sauger der Staubklasse H abgesaugt und unmittelbar in Big-Bags oder Foliensäcke verpackt. So bleibt die Faserfreisetzung minimal. Bei schwach gebundenen Asbestprodukten arbeiten wir im Rahmen einer Vollsanierung im Schwarzbereich: Folienabschottung, Unterdruckhaltung mit H-gefilterter Abluft, 3- bzw. 4-Kammer-Personenschleuse, Faserbindung mit entspanntem Wasser und PSA nach P3/TH3/TM3.
Für punktuelle Eingriffe an fest gebundenen Bauteilen setzen wir emissionsarme BT-Verfahren nach DGUV Information 201-012 ein, etwa BT 33/34 für Floor-Flex- und Vinylplatten, BT 17 für den Abschliff von Bitumenkleber, BT 42 für Fensterkitt oder BT 30 beim Bohren. Welches Verfahren geeignet ist, ergibt sich aus Material, Zustand und Einbausituation und wird in der Gefährdungsbeurteilung festgelegt.
So läuft die Sanierung ab
Verdacht und Materialprobe
Sie schildern uns Ihren Verdacht – gern per WhatsApp-Foto zur Ersteinschätzung oder beim Ortstermin in Friedland. Anschließend wird eine Materialprobe genommen und im Labor analysiert (Asbest über Polarisationsmikroskopie oder REM-EDXA, KMF über den Kanzerogenitätsindex).
Gefährdungsbeurteilung und Anzeige
Auf Basis des Laborergebnisses erstellen wir eine Gefährdungsbeurteilung und einen Arbeitsplan nach TRGS. Vor Beginn der Arbeiten erfolgt die vorgeschriebene Sanierungsanzeige bei der zuständigen Arbeitsschutzbehörde bzw. Gewerbeaufsicht.
Fachgerechte Sanierung
Der Ausbau erfolgt je nach Material als staubarmer KMF-Ausbau, als Vollsanierung im Schwarzbereich oder über ein emissionsarmes BT-Verfahren. Anschließend werden die gefährlichen Abfälle verpackt, transportiert und mit Entsorgungsnachweis entsorgt.
Freimessung durch unabhängiges Institut
Zum Abschluss veranlassen wir die Freimessung durch ein unabhängiges, akkreditiertes Messinstitut. Über eine Raumluftmessung nach VDI 3492 wird die Freigabe unter 500 Fasern pro Kubikmeter bestätigt – als objektiver Nachweis der ordnungsgemäßen Sanierung.
Typische Fälle
Ein typisches Szenario aus dem Altbaubestand rund um Friedland: Bei der Modernisierung eines Wohnhauses aus den 1970er-Jahren sollen die alten Bodenbeläge entfernt werden. Unter dem Belag liegen Floor-Flex-Platten mit schwarzem Bitumen-Cutback-Kleber – ein klassischer Fundort für Asbest. Statt die Platten trocken herauszureißen, wird der Bestand zunächst über eine Materialprobe geklärt.
Bestätigt sich der Verdacht, kommen für Platten und Kleberreste die BT-Verfahren BT 33/34 und BT 17 zum Einsatz, arbeitstäglich staubarm und mit H-Sauger, ohne Trockenkehren und ohne Ausblasen. Die Freigabe zur weiteren Nutzung des Raums erfolgt erst nach der Freimessung durch ein unabhängiges Messinstitut. Dieses Beispiel ist generisch und dient nur der Veranschaulichung des üblichen Vorgehens.
Schadstoffsanierung Friedland – Fragen & Antworten
Sind Sie in Friedland vor Ort tätig?
Ja. Friedland liegt im südlichen Landkreis Göttingen und damit gut innerhalb unseres Leistungsradius von rund 120 bis 150 Kilometern um Northeim. Wir kommen für den Ortstermin zu Ihnen und decken auch die Nachbarregionen wie Göttingen, Kassel und Hann. Münden ab. Für eine erste Einschätzung genügt oft ein WhatsApp-Foto.
Woran erkenne ich alte, gefährliche Mineralwolle (KMF)?
Als Faustregel gilt: Mineralwolle mit Herstellung vor 1996 ist krebsverdächtig, ab 2000 zugelassene Ware trägt das RAL-Gütezeichen. Sicher ist eine Beurteilung nur über den Kanzerogenitätsindex im Labor; ein KI unter 40 kennzeichnet krebsverdächtige Fasern. Wir empfehlen deshalb eine Materialanalyse statt einer Ferndiagnose.
Wie unterscheidet sich Asbest von KMF?
Es handelt sich um zwei verschiedene Faserarten mit eigenen Regelwerken: Asbest nach TRGS 519, künstliche Mineralfasern nach TRGS 521. Beide können gesundheitsgefährdend sein und werden als gefährlicher Abfall entsorgt, erfordern aber unterschiedliche Verfahren. Welcher Stoff vorliegt, klärt die Laboranalyse der Materialprobe.
Muss die Sanierung bei einer Behörde angezeigt werden?
Ja. Vor Beginn der Arbeiten ist eine Sanierungsanzeige bei der zuständigen Arbeitsschutzbehörde bzw. Gewerbeaufsicht Pflicht. Für Objekte in Friedland ist die im Landkreis Göttingen zuständige Stelle maßgeblich. Wir erstellen die erforderliche Gefährdungsbeurteilung und den Arbeitsplan nach TRGS und übernehmen die Anzeige.
Wie wird bestätigt, dass nach der Sanierung alles sauber ist?
Den Nachweis liefert die Freimessung durch ein unabhängiges, akkreditiertes Messinstitut. Über eine Raumluftmessung nach VDI 3492 wird die Freigabe unter 500 Fasern pro Kubikmeter bestätigt. Diese Messung veranlassen und organisieren wir, führen sie aber nicht selbst durch – so bleibt das Ergebnis objektiv und nachvollziehbar.
Schadstoffsanierung in der Region
Weitere Leistungen in Friedland
Als Ihr Betrieb für die Schadstoffsanierung in Friedland übernehmen wir vor Ort auch diese Leistungen:
Asbest- oder KMF-Verdacht in Friedland?
Fotografieren Sie das Verdachtsmaterial und senden Sie es per WhatsApp – Sie erhalten eine unverbindliche erste fachliche Einordnung.